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Die Injoy Singers mit Chorleiterin Anja Fiethen verbreiten freudige weihnachtliche Stimmung. Foto: Ingrid Schmah-Albert

Dienstag, 10.12.2019 - Usinger Anzeiger

 

Frische Weihnachtsstimmung

Injoy Singers geben in katholischer Laurentiuskirche in Usingen ein fröhliches Konzert

 

Weihnachtliche Stimmung muss nicht andächtig-getragen sein, sie kann auch sehr frisch und fröhlich verbreitet werden. Das beherzigten die Injoy Singers am Sonntagabend in der katholischen Laurentiuskirche.

Von sai

 

USINGEN - Weihnachtliche Stimmung muss nicht andächtig-getragen sein, sie kann auch sehr frisch und fröhlich verbreitet werden - und das sollte sie auch, steht doch eine frohe Botschaft dahinter. Das beherzigten die Injoy Singers am Sonntagabend in der katholischen Laurentiuskirche und machten mit ihrem Weihnachtskonzert sowohl dem Weihnachtsgedanken als auch ihrem Chornamen alle Ehre. "We love what we do", so ihr eigenes Motto und wie sich erneut zeigte, scheint dieses Motto keine leere Phrase zu sein, im Gegenteil. Mit ihrer neuen Chorleiterin Anja Fiethen haben die fast 30 Sängerinnen und Sänger eine hörbare stimmliche Weiterentwicklung erfahren und sind in ihrer Ausstrahlung und Ausdrucksstärke noch mehr gewachsen. Gewachsen ist der Chor übrigens tatsächlich, nämlich durch zwei neue Männerstimmen. So wie nahezu allen Chören geht es auch den Injoy Singers, die über einen Mangel an Männern in ihren Reihen zu klagen haben. Dass sie nun zwei neue männliche Chormitglieder gewinnen konnten, spricht also sehr für den Chor, der außerdem mit einem relativ jungen Altersdurchschnitt auffällt.

Dass man hier einen durchaus hohen Leistungsanspruch und eine hohe Motivation, diesen zu erarbeiten, mit einer gewissen Lockerheit und einem herzlichen, freundschaftlichen Umgang verbindet, zeigte schon die Moderation,

bei der die Chorleiterin mit Nicolas Hackel "aus dem Nähkästchen" plauderte. So sei beispielsweise das Grillfest im Sommer mit einer "Singerung" verbunden worden, erzählte Fiethen. Die "Singerung" sei eine Wanderung gewesen,

bei der nebenbei ein neues Lied erarbeitet wurde, was durch einen gewissen Schnapskonsum wohl eine sehr kreative Sache wurde, zumindest aber viel Spaß gemacht habe und man Geselligkeit und Arbeit gut miteinander habe verknüpfen können. Herausgekommen ist eine eigene Interpretation des bekannten Songs "Stand by me", von dem es unzählige Versionen gibt. Man könne es zum Beispiel fetzig singen, sie aber hatten es "nett, süß und kitschig" interpretieren wollen. Dem Applaus in der Laurentiuskirche nach zu urteilen, kam diese Version sehr gut beim Publikum an, genauso wie alle Songs, insbesondere die Gospels, die ja der Markenkern der Injoy Singers sind. Unterstützt durch Mathias Gaul (Bass) und Marcus Demuth (Schlagzeug) und oft auch durch die Chorleiterin selbst am E-Piano, kamen Chor und Publikum richtig in Fahrt und es sprang der Funke über. Beim Gospel-Klassiker "Oh happy Day" mit einem Solo von Kerstin Hackel beispielsweise ließ sich das Publikum begeistert mitreißen.

 

Sehr deutlich wurde die positive Entwicklung des Chors bei dem Lied Adiemus, das die Injoy Singers bereits bei ihrem Sommerkonzert zu Gehör gaben. Mit noch mehr Kraft, noch mehr Energie und Dynamik als vor ein paar Monaten, intonierten die Sängerinnen - dieses Lied wird nur von den Frauen gesungen - das von Karl Jenkins komponierte Stück, das in einer reinen Fantasiesprache verfasst ist. Unter der leidenschaftlich-temperamentvollen Führung der Chorleiterin, die alles aus ihren Sängerinnen herauszulocken imstande war, strahlten die Frauen so viel erhabenen, natürlich wirkenden Stolz und so viel Selbstbewusstsein aus, dass die Zuhörer in der proppevollen Kirche trotz des an lateinische Wörter erinnernden Textes musikalisch eher an afrikanische Traditionals mit leichten Elementen des berühmten Kriegstanzes der Maoris denken mussten. Man konnte alles hineininterpretieren, vielleicht auch die Gefühle der schwangeren Maria, die niemand Geringeren als den Heiland unter ihrem Herzen trug. Den Bogen zu der Weihnachtsgeschichte schafften die Injoy Singers dann auch beim A-cappella-Stück "Mary, did You know". Mit "Jesus on the Mainline" mit einem Solo von Nicolas Hackel, ging es nach der Pause gleich mit einem bekannten Gospel weiter, um dann mit "Still", übrigens in einem Arrangement von Anja Fiethen, eher in die lyrische Worship-Stilistik zu gehen. Nicht alles, was wie ein klassischer Gospelsong wirkte, war es auch. Die Programm-zusammenstellung war durchaus spannend, zumal auch die jeweiligen Solisten den Stücken ihre persönliche Note gaben, wie Nadja Frank ("What Child is this") oder Markus Reichard und Saskia Fuchs beim letzten Lied (vor der Zugabe) mit "We lift Our Hands". Das Publikum war nicht mehr zu halten und natürlich verlangte es nach einer Zugabe, die mit "Can't help" auch gegeben wurde, bevor alle mit Kerzen und "Gloria" aus der Kirche wieder auszogen.

 

 


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